Wir im ehbb e.V. sind BerlinerInnen und BrandenburgerInnen, die im „Glauben“ aller Couleur nicht die Grund-lage für eine friedliche und gute Perspektive der Menschen sehen. Wir sind ein Zusammenschluss von Konfessionsfreien, Atheisten, Agnostikern, Freidenkern und anderen Menschen ohne konfessionelle oder religiöse Überzeugungen. 2009 als Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung organisiert und seitdem auch juristisch selbstständig, fühlen wir uns der Idee des evolutionären Humanismus  verbunden. In seiner modernen Ausprägung ist dieser Humanismus kritisch-naturalistisch und frei von Dogmen und ewigen Wahrheiten. Ethische Fragen sowie persönliche Moralauffassungen sind anerkanntermaßen einer evolutionären Entwicklung unterworfen, die sich durch Erkenntnisgewinn und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen letztlich verändern können. In diesem Sinne müssen Auffassungen überprüfbar und als fehlerhaft erkannte Überzeugungen aufgegeben werden, sobald bessere Argumente vorliegen.

Wir sind unabhängig von Religionen, Ideologien sowie parteilichen Institutionen, fördern ein „offenes“ Denken und sehen das Primat im Wissen und nicht im damit unvereinbaren Glauben. Unsere humanistischen Einstellungen sind säkular und nicht religiös begründet. Deshalb ist Vielfalt statt Einfalt auch im Vereinsleben erkennbar. 

 

Die Methodik wissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung sehen wir als das notwendige und einzig redliche Werkzeug zur freien und friedlichen Entwicklung der Menschen im Gegensatz zu den „heiligen“ religiösen oder ideologischen Wahrheiten an. Wir sind überzeugt, dass diese, von Menschen bewusst eingesetzte Argumentationsmittel, leicht in ihrer Unredlichkeit erkennbar sind und durch die Ausrichtung an egoistischen Einzel- und Gruppeninteressen immer wieder neues Leid für andere mit sich bringen.

 

Wir sind auch der Ansicht, dass unsere Nachkommen die Grundlagen einer positiv geprägte Zukunft mit auf den Weg bekommen sollten. Deshalb müssen wir grundsätzlich auch die religiös weit verbreitete Logik: „Du wirst dran glauben – oder du wirst dran glauben!“ aufgeben. Es entspricht somit unserer Überzeugung, dass Religionskritik zu den wichtigsten Aufklärungsaufgaben gehört.

Die Entflechtung von Staat und Kirche sehen wir als wichtig an. Dazu gehört die Abkehr von kirchlich gepräg-ten Fehlinterpretationen, wie das weit verbreitete Märchen von der christlich-abendländischen Leitkultur. Dieses weisen wir historisch begründet zurück.

 

Wir sind religionskritisch, nicht religionsfeindlich.

 

Jeder Mensch verdient mit all seinen Eigenschaften, Schwächen, Stärken und Besonderheiten Respekt. Überzeugungen und Handlungen müssen jedoch gegenüber einer Bewertung offen sein, können kritisiert und sogar argumentativ oder mit künstlerischen Mitteln bekämpft werden. Wer Ideologien über den Mensch stellt, handelt nicht human. 

 

Selbstverständlich wollen wir auch weitere Menschen erreichen. Nach unserer Ansicht werden die Werte von Humanismus und Aufklärung in der Politik und den Medien nicht adäquat berücksichtigt. Dies zu ändern schafft Gerechtigkeit.

 

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich bei den genannten Auffassungen wiedererkennen könnten und damit Ihr Interesse an uns geweckt haben.


Zurzeit gibt es im Verein eine permanente "AG Ethik", die einmal im Monat tagt, sowie eine temporäre "AG Luther". 

An beiden können interessierte Mitglieder zusätzlich mitarbeiten bzw. teilnehmen.