Trotz COVID-19 wurde der Evolutionsweg Kyritz fertiggestellt. Auch wenn es zwangsläufig keine offizielle Einweihungsfeier gab. Hier für alle ein erster Eindruck vom Weg.    


ACHTUNG: neue Termine für März, April und Mai unter "Aktuell" 


Der ehbb e. V. eröffnet am 21.3.2020 den "Evolutionsweg Kyritz" https://evolutionsweg.de/kyritz-an-der-knatter-brandenburg/

 

Findet aufgrund von COVID-19 nicht statt !!! 


Am letzten ATHvent konnten wir mit Sven Heubes einen international renommierten Illusionist, Magier und Zauberkünstler begrüßen. Mit rheinländischer Redegewandtheit, bodenständigem Witz und Lebensfreude gab es für das Publikum einen Abriss über die Geschichte des Okulten, der Magie und der Zauberei. Wie leicht und scheinbar auch willig sich Menschen in spirituelle Sackgassen und Abhängigkeiten begeben und vor allem auch daraus nicht mehr lösen können, wurde anhand von Beispielen ebenso dargestellt, wie einige der grundlegenden psychologischen  Instrumentarien und profanen statistischen Hilfsmittel dahinter.
Dass ein skeptisches Publikum wider dem eigenem Selbstverständnis sogar das "bessere Opfer" für geschickte Illusionisten sein kann, konnte Sven Heubes nicht nur plausibel erklären, sondern auch mit einigen seiner praktischen Beispiele beweisen. Wer glaubte, seine Fertigkeiten wenigstens im Einzelfall erkannt zu haben, verpasste leider seine "Wunder", die er noch einigen "Nachsitzenden" im Cafe vorführte. Spätestens dort war Bauklötzer-Staunen angesagt und einige werden noch im Schlaf ergebnislos über die rationale Auflösung des Gesehenen gegrübelt haben.
Bei aller Unterhaltung und manipulativ gegebenen und erlernten Möglichkeiten erkennt Sven Heubes jedoch seine ethische und die Verantwortung seiner Berufskollegen, was ihm hoch anzurechnen ist. 
Auch der Besuch beim ehbb e.V. an diesem Sonntagnachmittag hat sich jedenfalls mit Sicherheit gelohnt.
Damit schließen wir für das Jahr 2019 unsere Aktivitäten ab. Wir wünschen allen, die uns hier auf unseren Seiten begleiten, einen angenehmen Jahresabschluss und bereits jetzt ein gesundes neues Jahr 2020.
Bereits am 1.1.2020 erscheint im Übrigen der neue eVolutionist (kann über Mail angefordert werden).

Leider steht uns nur ein Foto von der letzten Veranstaltung zur Verfügung. Hier der Schnappschuss von der Kasse vor Einlassbeginn.


Am 2. ATHvent hatten wir mit Burger Voss einen Referenten aus Hamburg zu Gast, der mit seinem naturwissenschaftlichen Hintergrund und auch nordischen Witz beim Publikum punkten konnte. Wenn auch viele inhaltlichen Aussagen dem interessierten Zuhörer bekannt gewesen sein durften, eine angenehme Auffrischung war dieser 2. ATHvent auf alle Fälle. Der Vortrag wurde wiederum durch einer Fragerunde ergänzt, bei der sich herausstellte, dass die Gedanken der Anwesenden offensichtlich stark vom vorgestellten Phänomen der kognitiven Dissonanz eingenommen waren. Für Anregung war also auch am 8.12.2019 beim ehbb e.V. gesorgt.

Der Auftakt der ATHvents-Lesungen 2019 hatte es in sich. Mit Prof. Franz Josef Wetz, der über das Thema seines aktuellen Buches "Tod ohne Gott" philosophierte, hatte der ehbb e.V. sogleich einen wohl kalkulierten Glücksgriff getätigt. Das oft verdrängte oder überhöhte Thema der eigenen und aller Vergänglichkeit wurde nicht nur inhaltlich ausgesprochen gut analysiert, sondern dem Zuhörer ebenso mit einer Präsenz und virtuosen Wortwahl nahe gebracht, der man sich einfach nicht entziehen konnte. Dass es Prof. Wetz bei einem solchen Thema schafft, durch kluge Gedanken, verbunden mit der offensichtlichen Lust an der deutschen Sprache, beim Publikum auch lächelnde und lachende Reaktionen zu erzeugen, spricht für sich. Die Begriffsschöpfung der "postmortalen Selbstverwirklichung" während der Darstellung der sich rasant ändernden Trauerkultur sei dafür nur als ein aus dem Zusammenhang gerissenes Beispiel genannt.
Im Übrigen schaffte es der Referent trotz einer auch direkten, nichts aussparenden Ansprache, keine persönlichen Befindlichkeitsgrenzen zu verletzen, was für einen Naturalisten nicht immer eine Selbstverständlichkeit ist und von Publikum offensichtlich ebenso honoriert wurde.
Prof. Franz Josef Wetz: "Tod ohne Gott" - offensichtlich eine klare Buchempfehlung. Auch wenn das Thema jeden betrifft, aber manch einen abgehalten haben sollte, unserer 1. ATHvents-Veranstaltung zu besuchen, sie oder er haben etwas verpasst. Dies jedenfalls war das recht einhellige Feedback der Anwesenden. 

10 Jahre ehbb e.V. - wir feierten am 14. November 2019 (Fotos: E. Frerk):  


Zu den 9. ATHvents-Lesungen waren folgende Referenten zu Gast beim ehbb e.V.:

Dr. Carsten Frerk begann am 2.12.2018 mit "Kirche die beste Geschäftsidee aller Zeiten"

 

Der Vortrag widmete sich der Frage, wie aus einer kleinen, neu gegründeten Glaubensgemeinschaft in einer unbedeutenden und abgelegenen Region des Imperium Romanum die bedeutendste (katholische) Weltreligion wurde und wie sie diese Marktposition – trotz aller Krisen - bislang behauptet hat.
Es beginnt mit dem ersten Marketingdirektor, Paulus, der nicht nur die Marke Christentum formte, sondern auch im Direktmarketing äußerst erfolgreich war. Mit dem Umzug in die Hauptstadt wird dann die Frage geklärt, wie sie dort und in der Branche zum Marktführer wurde, warum die christliche Kirche nicht aus dem römischen Tempel, sondern aus der römischen Markthalle entwickelt wird und warum die traditionelle Kirche wie ein heutiger Supermarkt konzipiert ist.

 

Es wurde nach den Gestaltungsprinzipien einer klassischen ‚corporate identity‘ gefragt und inwiefern die ‚point of sales‘ traditionell in 1a-Lagen stehen, bis hin zu den aktuellen Entwicklungen einer Internationalisierung des Aufsichtsrates, dem – seit langer Zeit – nicht-europäischen CEO-C (Chief Executive Officer – Cardinal) und dem Trend „Kreditkarte statt Klingelbeutel“. Zudem wurde die Frage erörtert: „Was ‚verkauft‘ die Kirche eigentlich?“

 

Eine Fülle von Themen und Facetten, die ernsthaft, aber auch mit heiterer Gelassenheit, eine Geschichte der Kirche aus einer Sichtweise skizziert, die nur selten zu hören ist.


Thomas Ebersberg war am 9.12.2018 mit  "Vom Jesuiten zum Ungläubigen" im Kaminzimmer des Literaturhauses


Der Referent, der sich selbst als einen »offenen, entspannten Agnostiker« bezeichnet, schilderte seinen Werdegang vom Gläubigen zum Ungläubigen – warum er dem Jesuitenorden beitrat, warum er ihn verließ.
Was das für sein Leben, Denken und Schreiben bedeutete, erläuterte er anhand seiner ideologie- und religionskritischen Bücher bis hin zu seiner Begegnung mit dem Humanismus.
Als Freund der Ironie und Polemik bereitete er den Zuhörern mit seinem Vortrag neben dem Erkenntnisgewinn auch viel Vergnügen.


Wolfram  Kastner war am 16.12.2018 mit   "Das Kreuz mit dem christlichen Abendland" unser Referent zur abschließenden 3. ATHventlesung


Kastners Kunst polarisiert, regt zum Nachdenken an und zeigt den Betrachtern neue Blickwinkel auf. Kastner macht Kunst, die Dinge und Ereignisse sowie Denkweisen und Verhalten wahrnehmbar macht, die sonst im Verborgenen geblieben wären. Wie er das macht, hat der Künstler an einigen Beispielen gezeigt.


Mit der Publikation "Nicht ich provoziere, sondern die Zustände provozieren mich" hat das NS-Dokumentationszentrum München dem Schaffen des Künstlers eine längst überfällige Ehrung zuteil werden lassen. Die beiden SZ-Autoren Hans Holzhaider und Bernd Kastner stellen darin 36 der bekanntesten Kunstaktionen Kastners vor.


Der Künstler erinnert seit Jahrzehnten mit Aufmerksamkeit erregenden Aktionen an die Zeit des Nationalsozialismus und deren Verdrängung, an den fragwürdigen Umgang der Kirche mit ihrer Geschichte und den immer wiederkehrenden deutschen Militarismus.


Kastner erntet dabei nicht nur Zustimmung oder Widerspruch sondern er erntet auch Verbote, bürokratische Schikanen, Strafanzeigen, Festnahmen, Verurteilungen und die Zerstörung seiner Kunst. Gerade aber diese Reaktionen sind es, die so erhellend für den Betrachter sind.

 




Am 21.6.2018 war wieder Welthumanistentag

 

und der ehbb e.V. war mit einem eigenen Infostand auf dem Straßenfest des HVD vor Ort. Obwohl der Sommer eine kurze Pause einlegte und alle Beteiligten mit einem Unwetter überraschte, wieder eine willkommene Abwechslung zum regelmäßigen Vereins"innen"leben.

Hier einige Momente des Tages, festgehalten von unserer Fotografin Evelin Frerk. 

 


6.6.2018, 18.00 Uhr: ehbb e.V. als Mitveranstalter der Konferenz im Roten Rathaus: "Religion first?" Zur Frage der Diskriminierung nicht religiöser Menschen in Deutschland und zur Zukunft der Religions- und Weltanschauungspolitik am Beispiel Berlins

Vortrag von Dr. Thomas Heinrichs sowie Podiumsdiskussion mit Bettina Jarasch (MdA - Bündnis 90/Grüne) Regina Kittler (MdA - Linke) sowie Ülker Radziwill (MdA - SPD) - Moderation Dr. Ralf Schöppner (Humanistische Akademie BB)


Berliner Neutralitätsgesetz erhalten 

 

unterstützen Sie unseren Aufruf an die Berliner Politik (zur Unterstützung)


Zu den 8. ATHvents-Lesungen waren folgende Referenten zu Gast beim ehbb e.V. :

Dr. Heinz-Werner Kubitza begann am 3.12. mit "Glaubenswahn"

 

Der Autor untersucht in seinem neuen Buch das "meist überschätzte Buch der Weltliteratur" auf Boshaftigkeit, Fanatismus und Menschenfeindlichkeit. Und von diesen Dingen konnte sich das interessierte Publikum anhand von Zitaten, zumeist aus dem alten Testament, wahrlich überzeugen lassen.
Dass Dr. Heinz-Werner Kubitza ebenso die historische "Ahnungslosigkeit" und literarische Unfehlbarkeit der "Worte Gottes" in Frage stellt, schien den meisten Besuchern eine bekannte Einschätzung zu sein. Diese wurde auch vom, neben dem Autor, einzigen vollständigen "Bibelleser" unter den Besuchern bestätigt.
Selbst unter der Annahme, dass  die zahlreich vorgetragenen Fakten dem aufgeschlossenen Zuhörer durchaus bekannt gewesen sein sollten, die wissenschaftliche Analyse des zusammengeschriebenen Buches versetzte immer wieder in Erstaunen.
 

Prof. Franz Josef Wetz stellte am 10.12. sein Buch: "Im Garten der Lüste gedeiht kein Terror - wer tanzt, tötet nicht" vor

 

Mit "Wer tanzt, tötet nicht" wurde kurz vor dem unrühmlichen ersten Jahrestag des Attentats auf dem Berliner Breitscheidplatz ein Aspekt des Geschehens betrachtet und analysiert, der bisher recht unbeachtet blieb.

 

Seine These, dass in uns allen ein evolutionär begründeter dunkler Punkt existiert, der unkontrollierte und unberechenbare Gewalt hervorbringen kann, ist durchaus nachvollziehbar. Um diese Gewalt sozialverträglich kanalisieren zu können, bedarf es nach Prof. Wetz Freiräume sowie Ersatzrituale, welche Sportveranstaltungen, Techno-Clubs, aber auch tolerierte hedonistische Ausschweifungen bieten können.

 

Das hervorragend angewandte Wissen des Referenten, der Philosophie, Theologie und Germanistik studiert hat, war in jedem Gedankenzug zu erkennen. Dabei schaffte er es, die Aufmerksamkeit des Publikums mit seiner unterhaltsamen rhetorischen Stärke über die gesamten eineinhalb Stunden hellwach zu halten. Bei seiner gleichzeitig bodenständigen Attitüde und offensichtlichen Lebensfreude machen seine Vorträge jedenfalls Lust auf mehr und fordern den eigenen Geist auf einer angenehme Art und Weise heraus.


Philipp Möller bildete am 17.12. den Abschluss des ATHvents mit seinem neuen Buch "Gottlos glücklich"

 

Mit dem Protagonisten des Nachmittags war jemand zu Gast, der schnell und in gewohnt lockerer sowie unterhaltsamer Art das Berliner Publikum im bis auf den letzten Platz gefüllten Kaminzimmer des Literaturhauses auf seine Seite zog.

 

Der Autor verbindet im Buch die üblicherweise drögen statistischen Erhebungen zu Fragen von Glauben, Religion und Kirche mit unterhaltsamen und erhellenden Anekdoten aus seinem persönlichen Erleben. Von der eigenen Kommunion angefangen, über den früheren Schulalltag als Lehrer bis zu aktuellen Erlebnissen von seinen Lesereisen, streckt er einen Bogen, der vollgepackt ist mit unfreiwillig komischen und merkwürdigen Gesprächen, sobald das Thema Glaube und Religion betrifft.

 

Ein gelungener ATHvents-Abschluss, an dem bei aller Unterhaltung allerdings auch das Nachdenkliche in den abschließenden Worten von Philipp Möller bezüglich unserer weiteren gesellschaftlichen Entwicklung zu den Höhepunkten zählen sollte.

Hier das Video zum Vortrages:



Eine Spende des ehbb e.V. wurde an die Philippinische Organisation PATAS übergeben. Hier der Präsident von PATAS, Gentle Signo, sowie der chief financial officer, Richard Dalida, mit Andreas Mielke vom ehbb e.V. bei der Übergabe vor Ort in Manila (siehe auch weiter unten)


Der ehbb e.V. spendet für PATAS, einem philippinischen Zusammenschluss von Atheisten und Agnostikern, die unter erschwerten Bedingungen vor Ort ein säkulares Leben organisieren wollen.

(Nähere Informationen auf Anfrage) Spendenkonto:

 

ehbb e.V.

IBAN: DE85120300001005413982  

Verwendungszweck: Spende PATAS

                                                                                                                          (Steuerbescheingung möglich) 


Die beiden Vorsitzenden des ehbb e.V. im Gespräch mit Pfarrer Jörgensen (lks.) zu Beginn des DEKT am 24.05.2017 am Pariser Platz

Die Initiatoren der kritischen Kunstaktion  "Die nackte Wahrheit über Martin Luther" sowie einige Mitglieder des ehbb e.V. am Pariser Platz 


Mitglieder des ehbb e.V. auf der Demonstration für sexuelle Selbstbestimmung am Brandenburger Tor im September 2016


Am 6.6.2016 fand die von der Humanistischen Akademie zusammen mit dem ehbb e.V. organisierte Tagung "Frieden und Orientierung" am Amtssitz des Regierenden Bürgermeisters von Berlin statt.   


Ergebnisse der EMNID - Befragung über die Lebensauffassungen der säkularen Berlinerinnen und Berliner vom März/April 2016 unter Aktuell